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Zitate
  "Wenn man wirklich gute Arbeit abliefern will, dann muss man Angst vor ihr haben" André Previn

"Er blendet seine Hörer mit dem Glanz des Paradieses" General-Anzeiger

  André Previn
  1929 André Previn wird am 6. April in Berlin geboren
1939 Emigration in die USA
1958 Oscar für die beste Filmmusik ("Gigi")
1969 Dirigent des Londoner Symphonieorchesters
1986 Musikalischer Leiter des Philharmonieorchesters in Los Angeles
1993 Von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen
1996 Komposition der ersten Oper "Endstation Sehnsucht"

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André Previn

Musikalisches Multitalent


André Previns Karriere ist eine der facettenreichsten und ambitioniertesten in der amerikanischen Musikgeschichte. Der in Deutschland geborene Previn - vielfach Oscar- und Grammy-gekrönt - komponiert, dirigiert und musiziert seit mehr als 50 Jahren.

Im Laufe von mehr als 50 Jahren hat André Previn, der Pianist, Dirigent und Komponist mit Leichtigkeit und Erfolg einen Bogen zwischen Filmmusik, Jazz, Klassik und Kammermusik gespannt. Als einer der vielseitigsten und bekanntesten Musiker Amerikas spricht der in Deutschland geborene Künstler ein breit gefächertes Publikum an. Oscars und Grammys hat er gewonnen, trat in der "Muppet-Show“ auf und wurde von Königin Elisabeth II. sogar zum Ritter geschlagen.

Von Lassie bis zum Londoner Symphonieorchester

Previn wird am 6. April 1929 unter dem Namen Andreas Ludwig Priwin in Berlin geboren. Noch bevor seine Familie 1939 nach Los Angeles auswandert, wird er am Berliner Konservatorium aufgenommen. Schon in seiner Jugend feiert er erste Erfolge als Jazzpianist und schreibt Filmmusik für die MGM-Filmstudios. Seine erste Filmmusik komponiert er 1949 für einen "Lassie"-Film. Während seines Militärdienstes von 1950-1951 wird Previn von Pierre Monteux in San Francisco zum Dirigenten ausgebildet, spielt aber weiterhin Jazz-Piano und komponiert und arrangiert Filmmusik. Zwischen 1959 und 1965 gewinnt Previn vier Oscars für seine Filmadaptionen von "Gigi", "Porgy und Bess" (wofür er auch 2 Grammys erhält), "My fair Lady“ und für seine Originalmusik für "Irma la Douce". Darüber hinaus gewinnt er drei Grammys für Pop- und Jazzalben.

Nach seinen frühen Erfolgen verliert Previn zunächst das Interesse daran, Musik zu komponieren, die im Hintergrund untergeht. Er widmet sich mehr und mehr der klassischen Musik. In einem Interview mit der New York Times 1996 führt er als Grund für sein Abwenden von Hollywood an, dass er plötzlich erkannt habe, dass ihm die Arbeit keine Angst mehr mache. Seiner Ansicht nach kann ein gutes Werk nur dann entstehen, wenn es von Angst begleitet wird. So wendet er sich lieber einem Gebiet zu, in dem jeder Tag ungewiss wird. Previn will die Richtung ändern, will raus aus der Falle der ständigen Anerkennung. Doch auch in seiner neuen Laufbahn ist es für Previn nicht schwierig, an neue Aufträge zu kommen. 1963 tritt Previn in St. Louis erstmals als Dirigent auf und bleibt von 1967-1969 als Dirigent und musikalischer Leiter des Symphonieorchesters in Houston. Es folgen Dirigentenposten in London, Pittsburgh und erneut London.

Jazz, Klassik und Hollywood

1986 kehrt Previn nach Los Angeles zurück, wo man ihn überredet, die Stelle des musikalischen Leiters des dortigen Philharmonieorchesters anzunehmen. Dieser Schritt erweist sich jedoch als große Fehlentscheidung, wie Previn 1998 einräumt. Unstimmigkeiten mit dem Orchesterleiter zwingen ihn dazu, sein Amt 1989 an die junge finnische Dirigentin Esa-Pekka Salonen abzutreten. Neun Jahre und einen Umzug nach New York später hat er noch immer nicht viel Gutes über seine frühere Heimatstadt zu sagen. Trotz allen Geldes, das die Stadt für Kultur ausgibt, hält Previn Los Angeles für weitgehend unkultiviert. Trotzdem bricht Previn nicht sofort alle Brücken mit dem Philharmonieorchester von Los Angeles ab. Er bleibt weiter Gastdirigent und leitet das Orchester 1990 bei einer Tour nach New York. Los Angeles zu verlassen, erweist sich nicht als Rückschlag für seine Karriere, sondern eröffnet ihm ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

 

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