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  Jazzgrößen der 1950er und 1960er Jahre werden zu engen Freunden von Ingeborg Drews und Protagonisten in ihren Gedichten.

  Designer Luigi Colani segelt 1982 nach Japan.

  Mit nur einer Einstellung lanciert Kameramann Michael Ballhaus die Karriere von Michelle Pfeiffer

Zitate
  "Ich mach weiter - um die nachfolgenden Generationen ein wenig zu entzünden. Damit diese Würstchen wissen, wo's langgeht!" Luigi Colani

"Bescheidenheit ist dem 'letzten Universalisten' so fremd wie eine gerade Linie und so unangenehm wie eine Tischkante." Süddeutsche Zeitung

"Mehr als ein Phantast, der ungeheuerliche Geräte baut." Die Welt

  Luigi Colani
  1928 Am 2. August wird Luigi Colani in Berlin geboren
1946 Beginn eines Kunststudiums in Berlin
1948 Aerodynamik-Studium an der Sorbonne in Paris
1954 "Goldene Rose" für das Design des Fiat 1100TV
1972 Designbüro Schloss Harkotten
1995 Designbüro Shanghai und Professur für urbane Architektur
2002 Colani Designcenter mit Forschungszentrum in Karlsruhe

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Luigi Colani

Designer Nr. 1


Außer Geld hat Luigi Colani fast alle Dinge des öffentlichen Lebens neu entworfen. Der provokante Produktdesigner mit Hang zur Science-Fiction werkelt seit 50 Jahren für eine bessere Welt. Und die muss unbedingt rund sein...

Das Universum ist rund. Die Erde ist rund. Jeglicher Produktentwurf des Designers Luigi Colani ist auch irgendwo rund. "Die gerade Linie hat, philosophisch betrachtet, keine Daseinsberechtigung", sagt der selbst ernannte Formenphilosoph. Seit bald 50 Jahren formt, gestaltet und entwirft Colani so ziemlich alle Dinge des täglichen Lebens – vom Kugelschreiber bis zum 500 Meter langen Frachtschiff.

Die Deppen in die Versenkung

Von Colani stammen das formvollendete Teeservice Drop für Rosenthal, der handschmeichlerische Fotoapparat T 90 für Canon und die futuristische Kugelküche für Poggenpohl. Mit seinem Hang zur Science-Fiction verankert Colani insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren den Begriff Design im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Zeitweilig gilt er als das deutsche Synonym für Gestaltungskunst. Trotzdem ist kein Designer umstrittener als der wortgewaltige Selbstdarsteller.

"Es gibt kein Interview von ihm, in dem er nicht die Welt neu erfindet, in dem er nicht den Kollegen, 'diesen Deppen', den Kampf ansagt oder darauf hinweist, dass er in Asien als Gottheit verehrt werde", schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Das Handelsblatt kritisiert, dass seine Produktentwürfe "nach der zur Sensation aufgebauten Premiere in der Versenkung verschwinden - als Serienprodukt nicht zu gebrauchen".

Fabulöse Bastelkammer

Nach seinen Angaben wurden und werden rund 70 Prozent von Colanis futuristischen Entwürfen nicht gebaut. Und auch wenn es womöglich wesentlich mehr sind – der "Spiegel" berichtet von "kaum einem halben Dutzend, das fabriziert und verkauft wurde" - stört das weder den Meister noch seine Kritiker. Schuld seien schließlich die anderen, die "bornierten Stümper", die "Designbeamten" oder die "frisierten Manager", poltert Colani. Und ein Kritiker erklärt: "Selbst wenn man nur zehn Prozent von Colanis Entwürfen als gelungen betrachtet, bleibt immer noch genügend übrig, um als einer der ganz Großen in die Geschichte des Designs einzugehen."

Geboren wird die "Nr. 1 des Designs" (Colani über Colani) am 2. August 1928 als Sohn eines Italo-Schweizers und einer Polin in Berlin. Mutter und Vater erziehen Colani schon frühzeitig zur Kreativität. Denn aus Prinzip verzichten die Eltern auf Spielzeug. Sie richten dem jungen Herrn stattdessen eine fabulöse Bastelkammer ein. Mit vier Jahren bereits kann Colani löten und bastelt erste Autos, Flugzeuge und Schiffe aus Gips, Ton und Plastilin.

 

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