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Zitate
  "Ich glaube, es ist auf allen Seiten das Gefühl gewesen, dass ich immer alles getan und gesagt habe mit großer Ehrlichkeit und Offenheit." Kurt Masur

"Der Rekordkapellmeister" FAZ

"Ein schlesischer Dickschädel" Berliner Zeitung

  Kurt Masur
  1927 am 18 Juli Geburt in Brieg/Schlesien
1967–1972 Chefdirigent der Dresdner Philharmonie
1970–1996 Gewandhauskapellmeister in Leipzig
1991 Musikalischer Leiter des New Yorker Philharmonieorchesters
2000 Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra

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Kurt Masur

Botschafter der Kulturen


Nicht nur den Dirigenten bewundert das Publikum. Denn Kurt Masur versteht sich bei all seinen internationalen Engagements immer auch als Humanist. So verbindet er im Nahen Osten die Musik mit seinem Einsatz für den Frieden.

"Mein allererstes Konzert besuchte ich mit 16. Vorher hatte ich noch nie ein Symphonieorchester gehört. Ich war so tief beeindruckt, dass ich einfach Dirigent werden musste", sagt Kurt Masur. Diese Entscheidung kam, besonders für seine Familie, sehr überraschend. Sie sagten: "Dieser Junge, der vor anderen Leuten immer stottert, will vor 100 Musikern stehen und sie führen?" Er wollte und konnte. Im Laufe seiner langen Karriere hat Kurt Masur mittlerweile die meisten der großen Orchester der Welt dirigiert.

Lernen von einem Meister

Der 1927 im schlesischen Brieg geborene Masur studiert Klavier, Komposition und Dirigieren an der Leipziger Musikhochschule. Die Liebe zur Musik hat er schon viel früher erfahren. Von einer seiner ersten Musiklehrerinnen lernt er, wie wichtig es ist, das zu respektieren, was der Komponist geschrieben hat. "Der Komponist hat bereits alles gesagt. Es ist schwierig genug, alles aus der Komposition herauszuholen und jedes Detail zu entdecken. Man sollte nie versuchen, es als Geschmackssache anzusehen und hier und da noch etwas zu ändern", erklärt Masur.

Während seines Studiums in Leipzig trifft Masur auf Wilhelm Furtwängler - einen der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Von dieser Begegnung ist der junge Musiker tief beeindruckt. "Wir durften bei seinen Proben zusehen. Und zum ersten Mal merkte ich, dass ein großer Dirigent alles erreichen kann, wenn er es versteht, mit seinem Orchester zu kommunizieren." Furtwängler bei der Arbeit zu beobachten, macht ihm klar, welche Qualitäten einen Dirigenten ausmachen.

Gewandhaus und Staatstheater

Nach dem Abschluss in Leipzig arbeitet Masur zunächst als Kapellmeister am Theater von Halle und an den Opernhäusern von Erfurt und Leipzig. 1955 nimmt er eine Berufung zum Dirigenten der Dresdner Philharmonie an. Als musikalischer Leiter des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin kehrt er drei Jahre später an die Oper zurück. Mit dem einflussreichen Intendanten Walter Felsenstein arbeitet er von 1960 bis 1964 an der Komischen Oper in Berlin.

Masurs altes Orchester, die Dresdner Philharmonie, lädt ihn 1967 ein, auf die Konzertbühne zurückzukehren. Für den Dirigenten beginnt ein neuer Lebensabschnitt. "Es war großartig, mit einem Orchester zusammenzusein, für das ich niemals den Chef oder großen Meister spielen musste. Wir waren Partner und zum ersten Mal in meinem Leben war ich Teil einer Partnerschaft, in der jeder mit Überzeugung an einem Strang zog." Nur zwei Jahre später wird Masur die Position des Kapellmeisters am Leipziger Gewandhausorchester angeboten. Unter Masurs Führung erlangt das Ensemble internationalen Status. "So arbeitete ich mit beiden Orchestern, aber irgendwann war es natürlich nicht mehr möglich, das weiterzuführen", sagt Masur im Rückblick. Der Dirigent entscheidet sich schließlich für Leipzig. "Die Verbundenheit mit Dresden ist aber bis heute geblieben", betont er.

 

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